Wir feiern 250 Jahre Evangelische Jugendhilfe in Iserlohn und Hagen – feiern Sie mit!
250 Jahre
Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen – gemeinsam. menschlich. engagiert.
Seit einem Vierteljahrtausend steht die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen für Begleitung, Fürsorge und Hoffnung. Was im Jahr 1776 mit einer kleinen diakonischen Initiative begann, ist heute eine moderne Einrichtung mit einem klaren Ziel: Kinder, Jugendliche und Familien auf ihrem Weg zu stärken, ihnen Chancen zu eröffnen und Perspektiven zu geben.
250 Jahre Engagement – das bedeutet 250 Jahre gelebte Nächstenliebe, Wandel und Weiterentwicklung im Dienst am Menschen. Dieses besondere Jubiläum ist für uns nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch eine Einladung zum Innehalten und Danken: für all die Menschen, die in diesen Jahrhunderten mit Herz, Mut und Verantwortung dazu beigetragen haben, dass Hilfe und Gemeinschaft lebendig bleiben.
Wir blicken zurück auf unsere Geschichte, ehren unsere Wurzeln – und schauen gleichzeitig nach vorn: in eine Zukunft, in der Kinder und Jugendliche weiterhin im Mittelpunkt stehen.
250 Jahre Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen – ein Jubiläum voller Herz, Geschichte und Hoffnung.
Unsere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2026
250 Jahre Jugendhilfe Iserlohn- Hagen
Eine Reise durch die Epochen
Vorgeschichte & Gründungszeit
Nachricht vom Anfange & Fortgange
Progressive Entwicklung: Das Waisenhaus wurde 1776 von Theophilus Jacobus Griesenbeck gegründet. Es kehrte von den gängigen Vorstellungen ab, Waisen in erster Linie für die Industrie auszubilden. Stattdessen verfolgte es einen stärker pädagogischen und religiös geprägten Ansatz.
Besonders unter dem Einfluss der Stiftung Overhoff und der Hauseltern Kriegeskotten erlebte das Waisenhaus einen sozialen Wandel und wirtschaftlichen Aufschwung – deutlich früher als viele vergleichbare Einrichtungen in dieser Hochphase der Industrialisierung.
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Kaiserreich bis 1. Weltkrieg
Nach außen und innen – offen und zugänglich
Zwischen 1871 und 1918 wandelten sich Heimerziehung und Fürsorgeerziehung tiefgreifend: mehr staatliche Verantwortung, aber auch stärkere Kontrolle und Repression.
Das evangelische Waisenhaus Iserlohn blieb weitgehend außen vor, bot Bildung, Zukunftsaussichten und ein integriertes, gewaltarmes Umfeld. Es widerstand der Fürsorgeerziehung, blieb überschaubar und galt als bessere Alternative zum Armenhaus.
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Weimarer Republik und Nationalsozialismus
Auf kleiner Flamme brennen
Das Waisenhaus Iserlohn geriet in der Weimarer Republik durch Belegungseinbrüche, Inflation und strukturelle Krisen in schwere Bedrängnis, konnte jedoch dank Verkleinerung, Fremdnutzung und Gemeindestütze überleben.
Unter dem Nationalsozialismus blieb es klein, innerkirchliche Konflikte belasteten zusätzlich. Dennoch blieb das Haus von den schlimmsten Verbrechen, wie Selektion oder Euthanasie verschont, auch Kriegsfolgen blieben gering. Insgesamt kam das Waisenhaus im Vergleich zu vielen anderen Einrichtungen glimpflich durch diese Zeit.
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Nachkriegszeit
Aufbruch, Restauration und Revolte
In den 1950er/60er Jahren zeigte sich das Waisenhaus Iserlohn restaurativ: Rückkehr zu alten Strukturen, Hauselternprinzip und Kooperation mit Nazareth.
Gewalt blieb im gesellschaftlich üblichen Rahmen, schwere Missstände wie in anderen Heimen gab es nicht. Dennoch konnten emotionale Vernachlässigung und seelische Verletzungen folgen. Proteste blieben milde, verdeutlichten aber den Übergang von autoritärer, bevormundender Erziehung hin zu partizipativeren und demokratischen Ansätzen.
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Heimreform und SGB VIII
vom „kleinen Kosmos Pastorenweg“ hin zum Komplexträger
Seit den 1970er Jahren blieb das Kinderheim in Iserlohn zunächst reformunwillig, der Neubau erwies sich als Hemmschuh, und unter Leitung wie Presbyterium fehlte der Mut zu tiefgreifenden Veränderungen.
Ab 1996 geriet die Einrichtung in Existenznot, konnte sich aber unter dem Dach der Diakonie Mark-Ruhr stabilisieren. Durch Fusionen und Übernahmen wuchs sie erheblich, entwickelte vielfältige Konzepte und wandelte sich vom kleinen Heim zum modernen Komplexträger – ein Spiegelbild der Jugendhilfeentwicklung insgesamt.
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