Aufruf an betroffene Personen und Menschen,
die Hinweise mitteilen möchten

Derzeit gehen wir einem konkreten Fall sexualisierter Gewalt nach: Es geht um sexualisierte Gewalt gegen eine minderjährige Person, die in einer Außenwohngruppe in Hagen gelebt hat. Die Hinweise beziehen sich auf eine damals in der Außenwohngruppe tätige Person im Zeitraum der späten 1980er und frühen 1990er-Jahre. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es weitere Betroffene geben könnte.

Zudem gibt es Hinweise auf ein strafrechtliches Verfahren aus den 1960er-Jahren wegen des Verdachts sexualisierter Gewalt eines damaligen Mitarbeiters, das durch die Evangelische Kirchengemeinde Iserlohn seinerzeit eingeleitet wurde. Die Hinweise gehen auf aktuelle Recherchearbeiten zurück, die im Zuge der Erstellung einer Chronik für das 250-jährige Jubiläum der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen betrieben wurden. Bisher liegen keine Meldungen von Betroffenen vor.

Das Bekanntwerden dieser Fälle hat uns veranlasst, nicht nur diese Situationen sorgfältig aufzuarbeiten, sondern grundsätzlich hinzusehen: Was ist in früheren Jahrzehnten geschehen? Welche Erfahrungen wurden möglicherweise noch nicht thematisiert? Welche Perspektiven fehlen uns?

Wenn Sie in einer Einrichtung der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen oder einer ihrer Vorgängerinstitutionen sexualisierte Gewalt erlebt oder beobachtet haben – oder wenn Sie Hinweise auf mögliche Fälle geben können –, möchten wir Sie ermutigen und Sie darum bitten, sich zu melden. Ob zu diesen beiden konkreten Fällen oder darüber hinaus: Jede Schilderung – auch wenn die Ereignisse schon länger zurückliegen – kann helfen, mehr Klarheit zu schaffen und Aufarbeitung zu ermöglichen. Die Kirchenkreise der Diakonie Mark-Ruhr, Hagen, Iserlohn, Hattingen-Witten und Schwelm unterstützen den Aufruf und die damit verbundene Aufarbeitung. Viele der Einrichtungen der Jugendhilfe sind im Laufe der 250-jährigen Geschichte aus der Trägerschaft der Kirchen übernommen worden.

Neben den Möglichkeiten sich im Rahmen des Aufrufs bei uns zu melden, stehen Ihnen schon jetzt und jederzeit folgende Beratungsangebote offen:

Externe unabhängige Ansprechstelle für betroffene Personen und Menschen, die Hinweise mitteilen möchten

Wir haben bewusst eine externe und unabhängige Ansprechstelle eingerichtet. Betroffene Personen und Menschen, die Hinweise mitteilen möchten, können sich dort melden. Susanne Deitert und in Vertretung Kristina Apel nehmen Ihre Schilderungen vertraulich entgegen,  beraten und vermitteln auf Wunsch weitere Unterstützung.

FAQs zum Aufruf der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen

Die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen hat eine externe und unabhängige Ansprechstelle eingerichtet, bei der sich betroffene Personen und Menschen, die Hinweise mitteilen möchten, melden können. Susanne Deitert und in Vertretung Kristina Apel nehmen Ihre Schilderungen vertraulich entgegen, beraten und vermitteln auf Wunsch weitere Unterstützung.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Informationen zu dem Aufruf habe oder selbst betroffen bin?

Die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen hat eine externe und unabhängige Ansprechstelle eingerichtet, bei der sich betroffene Personen und Menschen, die Hinweise mitteilen möchten, melden können. Susanne Deitert und in Vertretung Kristina Apel nehmen Ihre Schilderungen vertraulich entgegen, beraten und vermitteln auf Wunsch weitere Unterstützung.

Die unabhängige Ansprechstelle ist telefonisch oder per Mail zu erreichen:

Telefon: 0163 4872307
E-Mail: aufruf-ejh@posteo.de

Sprechzeiten

  • Montag 10:00 – 12:00 Uhr
  • Mittwoch 14:00 – 16:00 Uhr

Außerhalb der Sprechzeiten können Sie eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen.

In welcher Form kann mich die Ansprechstelle unterstützen?

Die Ansprechstelle nimmt Ihre Informationen nicht nur vertraulich entgegen, sondern kann auf Wunsch beispielsweise auch bei der Suche nach geeigneten Beratungsangeboten (siehe auch: Beratungsstellen für Betroffene sexualisierter Gewalt) unterstützen.

Welche Informationen und Hinweise nimmt die Ansprechstelle entgegen?

Wenn Sie in einer Einrichtung der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen oder einer ihrer Vorgängerinstitutionen sexualisierte Gewalt erlebt oder beobachtet haben – oder wenn Sie Hinweise auf mögliche Fälle geben können –, möchten wir Sie ermutigen und Sie darum bitten, sich zu melden. Ob zu diesen beiden konkreten Fällen oder darüber hinaus: Jede Schilderung – auch wenn die Ereignisse schon länger zurückliegen – kann helfen, mehr Klarheit zu schaffen und Aufarbeitung zu ermöglichen.

In welcher Form kann ich mich an die Ansprechstelle wenden?

Sie können die Ansprechstelle telefonisch oder per E-Mail kontaktieren:

Telefon: 0163 4872307
E-Mail: XXX

Sprechzeiten

  • Montag 10:00 – 12:00 Uhr
  • Mittwoch 14:00 – 16:00 Uhr

Außerhalb der Sprechzeiten können Sie eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen.

Bitte geben Sie in einer E-Mail oder einer möglichen Nachricht auf dem Anrufbeantworter an, ob die Ansprechstelle mit Ihnen Kontakt aufnehmen darf/kann und auf welchem Weg dies geschehen soll. Wenn Sie ein persönliches Gespräch vereinbaren möchten, ist das natürlich auch möglich.

Wie wird sichergestellt, dass meine persönlichen Daten vertraulich bleiben? Wird die Ansprechstelle meine Informationen an die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen weiterleiten?

Das Handeln der Ansprechstelle ist konsequent am Schutz Betroffener ausgerichtet. Sie gibt ohne ausdrückliches Einverständnis der Betroffenen keinerlei personenbezogene Daten oder Fallinformationen weiter. In anonymisierter Form werden Daten an das eigens eingesetzte Team zur Aufarbeitung sexualisierte Gewalt weitergleitet – mit dem Ziel, vorhandene Schutzkonzepte und Präventionsangebote der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen (EJH) bewerten und bei Bedarf optimieren zu können. Sofern eine ausdrückliche und schriftliche Erklärung zur Schweigepflichtentbindung vorliegt, darf die Ansprechstelle Information an die Personen oder Institutionen weitergeben, die in der Erklärung benannt sind. Die Erklärung zur Schweigepflichtentbindung kann jederzeit widerrufen werden.

Werden meine Angaben an andere Institutionen, z.B. Polizei, Jugendamt oder Staatsanwaltschaft weitergegeben?

    Es gibt seitens der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen und der Diakonie Mark-Ruhr keine gesetzliche Anzeigepflicht bei der Polizei. Eine Ausnahme besteht bei akuter Kindeswohlgefährdung. In diesem Fall ist die Ansprechstelle zur Meldung an das Jugendamt verpflichtet.

     

    Was geschieht mit meinem Hinweis?

    Sofern Sie uns Namen von handelnden Personen oder Tathergänge nennen können, wird dem nachgegangen, um zu klären, ob disziplinarrechtliche oder strafrechtliche Verstöße vorliegen, die noch geahndet werden können. Alle Informationen können für einen möglichen Aufarbeitungsprozess relevant sein.

    Werde ich über den Fortgang unterrichtet?

    Wenn Sie dies wünschen, bleiben wir weiter mit Ihnen in Kontakt, um Sie über weitere Entwicklungen zu informieren.

    Wie lange dauert es, bis es Ergebnisse gibt?

    Da wir noch nicht wissen, wie viele Menschen sich mit Hinweisen melden werden, können wir keine genauen Angaben machen, wann Ergebnisse zu erwarten sind. Generell gilt hierbei immer Sorgfalt vor Schnelligkeit.

    Wo kann ich als betroffene Person weitere Hilfe finden?

    Die im Folgenden verlinkten Beratungsstellen können Sie für die Suche nach geeigneten Unterstützungsangeboten selbstständig anfragen.

    Beratungsstellen

    Unabhängige Ansprechstelle

    Susanne Deitert und Kristina Apel

    Telefon: 0163 4872307
    E-Mail: aufruf-ejh@posteo.de

    Eine Kontaktaufnahme ist auch über den Messengerdienst Signal möglich

    Sprechzeiten

    • Montag 10:00 – 12:00 Uhr
    • Mittwoch 14:00 – 16:00 Uhr

    Außerhalb der Sprechzeiten können Sie eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen.